Blau gemacht
23.5.2006
Die Kotzenberg Textil-Service GmbH gehört zu den Gründungsmitgliedern der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Hövelhof versorgt heute mehr als 4.000 Kunden in ganz Ostwestfalen Lippe mit Mietberufskleidung, Mietfußmatten, Schutzkleidung und Waschraumsystemen.
Aller Anfang ist blau. Dies gilt zumindest für die Geschichte der Kotzenberg Textil-Service GmbH. Schließlich liegen die Wurzeln des heute in Hövelhof beheimateten textilen Dienstleisters in einer kleinen Blaufärberei und Reinigung. Der für damalige Verhältnisse moderne Betrieb in Lage wurde bereits 1874 von Christian Kotzenberg und seiner Gattin Marie Wilhelmine Grotebrune gegründet.
Dass die beiden damit den Grundstein für ein wachsendes Unternehmen mit heute über 4.000 Kunden gelegt haben, mögen sie gehofft haben. Immerhin gelang es ihnen, durch hohe Qualität und guten Service – damals nannte man es noch nicht Dienstleistung – das Geschäft florieren zu lassen. Vor allem die Reinigung machte zunehmenden Umsatz.
Als Nachfolger übernahm dann ihr Neffe das Geschäft. Der gelernte Schönfärber baute den Betrieb weiter aus und entwickelte das kleine Unternehmen zu einer geschätzten Wäscherei und Chemischen Reinigung im Lipperland aus. Schon hier brachte eine ausgeklügelte Logistik den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung. Die Erfahrungen aus dieser Zeit kamen dem mittlerweile nach Hövelhof übersiedelten Unternehmen zugute, als es unter Klaus Grotebrune sen. Anfang der siebziger Jahre mit dem Einstieg in das Mietkleidungssystem begann.
Als Gründungsmitglied der DBL - Deutsche Berufskleider GmbH war die Kotzenberg Textil-Service GmbH 1971 maßgeblich am Aufbau des bundesweiten Verbundes mittelständischer textiler Mietdienstleister beteiligt. Auch heute gehört das Unternehmen unter der Führung von Klaus Grotebrune jun. und Dieter Unterhalt zu den innovativsten Partnern des DBL-Verbundes. Die kontinuierlich expandierende Firma beschäftigt 120 Mitarbeiter, von denen zehn ständig im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung unterwegs sind. Wöchentlich durchlaufen rund 50.000 Teile die weitgehend automatisierte Produktion. „Dabei ist das Waschen nur noch ein kleiner Teil unserer Wertschöpfung,“ wie Dieter Unterhalt anmerkt
Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Bielefeld über Münster und Dortmund bis nach Paderborn, reicht dabei weit in das Sauerland hinein. Um dem wachsenden Bedarf und den steigenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, investiert das Unternehmen immer wieder in den Ausbau der Gebäude, der Technik und der Serviceleistungen. 1998 erfolgte der Umzug in einen größeren und moderneren Neubau mit vollautomatischer Sortieranlage in der Otto-Hahn-Straße. Zwei Jahre später wurde die moderne Abwasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen.
Auf Grund der gerade auch im Lebensmittelsektor bestehenden guten Kundenbeziehungen investierte das Unternehmen in den letzten Jahren verstärkt in das Qualitäts- und Hygienemanagement. Seit Herbst 2004 ist die Kotzenberg Textil-Service GmbH zertifiziert nach Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2000 und Hygeniemanagementsystem DIN EN 14065 RABC.
Zu den Kunden des serviceorientierten Anbieters zählen alle Unternehmensbereiche und -größen - vom Handwerk über Handel, Industrie und Dienstleister bis hin zur Gastronomie. Neben Berufskleidung führt der moderne Anbieter auch Mietfußmatten, Schutzkleidung sowie Produkte für die Waschraumhygiene im Angebot.
Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch. Zwar glaube man, so Klaus Grotebrune jun., wieder eine Umsatzsteigerung erzielen zu können, doch sei die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik momentan noch ungewiss und lasse keinen Raum für exakte Prognosen. Vor allem die fortschreitende, durch vermehrte Firmenzusammenschlüsse entstehende Konzentration auf der Kundenseite führe zu einem härter werdenden Wettbewerb und damit einem verstärkten Preisdruck.
Durch ein weiter ausgebautes Dienstleistungsangebot für alle Branchen sowie einen ständig verbesserten Kundenservice will er gemeinsam mit dem DBL-Verbund dieser Entwicklung jedoch entgegenwirken.
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