Zertifizierung abgeschlossen
23.5.2006
Alle Produktionsstätten des DBL-Verbundes arbeiten jetzt nach einem kontrollierten Hygienemanagement. Dies sichert eine mikrobiologisch und hygienetechnisch einwandfreie Pflege der Berufskleidung.
Mit der Zertifizierung aller Vertragswerke nach RABC bzw. RAL verpflichtet sich der DBL-Verbund jetzt bundesweit zur Einhaltung klar definierter Vorgaben bei der Pflege von Hygienekleidung. Damit entlastet die DBL gerade im Lebensmittelsektor tätige Unternehmen bei dem Nachweis der Einhaltung der gesetzlichen Hygienevorschriften.
Gefordert wird dieser von Richtlinien wie der neuen deutschen DIN 10524. Sowohl RABC als auch RAL beschreiben die Rolle der Textilien in der Personalhygiene. Klare Empfehlung liefern sie auch zur Pflege der Berufskleidung: Die dauerhafte Hygiene wird demnach sichergestellt, wenn die eingesetzte Berufskleidung fachgerecht gesammelt, transportiert und gewaschen wird. Eine Wiederaufbereitung im Privathaushalt gilt aus hygienischen Gründen als bedenklich.
Um den einzelnen Vertragswerken größtmögliche Flexibilität und damit Kundennähe zu ermöglichen, konnten sich diese - nach einem Beschluss der DBL-Gesellschafterversammlung - zwischen zwei Zertifizierungsverfahren entscheiden: dem vom Institut Hohenstein entwickelten RAL-Gütesiegel (RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., die Abkürzung RAL stand ursprünglich für „Reichsausschuss für Lieferbedingungen“) oder dem RABC (Risk Analysis and Biocontamination Control System) basierend auf dem Qualitätssystem DIN EN ISO 9001-2000. Beide Verfahren richten sich nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes (RKI-Richtlinien).
Verantwortlich für die Umsetzung und Einhaltung der Maßnahmen sind die Hygienebeauftragten in den Vertragswerken der DBL. Im bundesweiten DBL-Arbeitskreis Matrix werden die Themen Zertifizierung, Hygiene und Qualitätssicherung erörtert und deren Umsetzung gesichert. Die Führung des Qualitätskreises liegt im Jahr 2006 bei Klaus-Dieter Schischke (Wulff Textil-Service GmbH, Kiel). Die Überwachung der Verfahren übernimmt Daniela Richter-Kolbe (Richter Textilservice GmbH, Gochsheim).
Mit der Einführung der Normen richtet sich der DBL-Verbund nun nach exakt beschriebenen strengen Hygienerichtlinien. Die Trennung von Schmutz- und Reinbereich in der Produktion, die regelmäßige Desinfektion der Lieferfahrzeuge, der unanhängige Abklatschtest sowie mikrobiologische Untersuchungen sind lediglich Beispiele für die hier definierten Maßnahmen. Überwacht und kontrolliert werden diese Bestimmungen durch externe akkreditierte Institutionen wie z.B. dem Forschungsinstitut Hohenstein, Dekra, TÜV, WfK etc.
„Mit der Einführung eines einheitlichen Hygienemanagements in unseren Vertragswerken entsprechen wir dem Wunsch vieler Kunden. Sie können sich nun bundesweit darauf verlassen, dass die Hygienekleidung ihrer Mitarbeiter unter Einhaltung hoher einheitlicher Hygienestandards gepflegt wurde. Gleichzeitig entsprechen sie der geforderten Nachweispflicht,“ so Dirk Hischemöller, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der DBL.
Mit der jetzt abgeschlossenen Zertifizierung erweitert die DBL ihr bestehendes Angebot an lebensmittelverarbeitende bzw. –produzierende Unternehmen. Bereits im vergangenen Jahr zeichnete der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure (BVLK) den DBL-Verbund für die Hygienekleidung Euroclean und den Service mit dem begehrten Siegel „Getestet und empfohlen vom BVLMK“ aus. Dirk Hischemöller: „Dauerhaft lassen sich die heute geforderten hohen Hygienestandards nur durch die professionelle Pflege der Kleidung erhalten.“
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