Mattentipps vom Experten

Die häufigsten Fragen beim Einsatz von Fußmatten.

 

Größe, Farbe, Waschbarkeit - bei der Entscheidung für eine Fußmatte stellen sich einem viele Fragen. DBL-Mattenprofi Christoph Henkes aus dem  Vertragswerk Itex beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Schmutzfangmatte.

In welchen Bereichen sollten Matten ausgelegt werden – wo lohnt es sich?

Die meisten Matten werden im Eingangsbereich ausgelegt – in fast jeder Branche. Das gilt für den Einzelhandel ebenso wie für Hotellerie, Handwerksbetriebe oder öffentliche Gebäude. Durch solche Eingangsmatten wird beim Eintreten deutlich weniger Schmutz in die Räume getragen – das sichert nicht nur ein ordentliches Erscheinungsbild, sondern senkt auch den Reinigungsaufwand und damit Kosten. Auch der Sicherheitsaspekt ist wichtig – gerade bei Nässe und Matsch machen rutschfeste Matten z.B. mit Gummirücken aus Nitril in viel frequentierten Räumen Sinn, sie helfen Unfälle zu vermeiden. Und auch in Produktionsräumen, Büros oder in Sozialräumen, wo sich die Mitarbeiter aufhalten, sollten aus genannten Gründen Matten ausliegen.

Wie groß sollte eine Schmutzfangmatte sein?
Die Matte sollte immer den langen Weg gelegt werden, möglichst nicht quer. Die Faustregel: Mindestens drei Schritte muss der Besucher auf der Matte machen, damit durch größtmöglichen Abrieb der Schmutz gelöst und Feuchtigkeit aufgenommen wird. Gängige Größen sind hier zum Beispiel 85 x 150 cm, aber auch 150 x 250 cm oder 115 x 200 cm. Oft werden bei uns als textilem Mietdienstleister auch Matten angefragt, die länger sind. Hier rate ich ab. Die Begründung ist einfach: Die durch Nässe und Schmutz oft schweren Matten müssen händelbar bleiben.

Welches Material eignet sich für welche Ansprüche?
Eine sehr gute Abwehr gegen Nässe und Schmutz bieten stabile Garnkonstruktionen wie High-Twist-Nylon. Solche HTN-Matten sind eine zeitgemäße und effektive Alternative zu Baumwollprodukten. Sie garantieren eine hohe Schmutz- und Feuchtigkeitsaufnahme und sorgen damit für die gewünschte Sauberkeit. Überall, wo extreme Beanspruchung herrscht, z. B. im Werkstattbereich, eignen sich Hochleistungsmatten mit einer Florhöhe von 10 mm. Denn diese Schmutzfangmatten haben einen Bürsteneffekt. Praktisch, da im handwerklichen Gewerk ja oft Schuhe mit Rillenprofil getragen werden, in denen sich Schmutz und Späne absetzen. Matten mit solch einem Bürsteneffekt lassen sich im Winter auch gut im Außenbereich einsetzen, um dort Schnee abzutreten.

Was ist bei der Optik der Schmutzfangmatte möglich?
Fast alles. Viele Betriebe und Unternehmen entscheiden sich für eine grau-melierte Funktionsmatte, da sie am schmutzunempfindlichsten ist. Gefragt sind heute aber auch verstärkt einprägsame Logomatten, manchmal auch ausgefallene Designmatten. Damit macht man sofort auf sich aufmerksam. Ob freundlicher Willkommensgruß oder CI-gerechtes Logo – alles was bei der Außendarstellung eines Unternehmens angestrebt wird, ist auch optisch auf der Matte umsetzbar. Anhand eines Farbkatalogs beraten wir hier sehr individuell, erstellen einen Layout-Entwurf und vereinbaren eine Probelegung. Nur so kann der Kunde entscheiden, was tatsächlich passend für sein Unternehmen ist.

Welche Vorteile haben waschbare Schmutzfangmatten?

Je nach Typ können pro Quadratmeter Matte bis zu 2,5 Liter Wasser und/oder vier Kilogramm Schmutz zwischen den Fasern gespeichert werden. Durch regelmäßigen Austausch und Wäsche wird gewährleistet, dass die Matten tatsächlich optimal Schmutz und Feuchtigkeit aufnehmen – im Gegensatz zu einer nicht waschbaren Kaufmatte, die ständig ausliegt. Denn bei dieser bleibt der Schmutz spätestens nach ein bis zwei Wochen oben auf liegen und wird in das ganze Gebäude hineingetragen – der sogenannte Stempeleffekt. Gerade unter dem Aspekt der Hygiene bevorzugen daher viele Betriebe und Einrichtungen waschbare Schmutzfangmatten. Auch in punkto Sicherheit leisten diese oft mehr, insbesondere durch die fachgerechte Pflege des Flors im Mietservice. Hier wird auch der Gummirand mitbehandelt, damit er sich nicht hochstellt oder ausreißt. Hochwertige Matten sind zudem brandschutzzertifiziert. Darauf sollte bei der Auswahl, ob im Betrieb oder in öffentlichen Gebäuden, geachtet werden.

Wie oft sollte die Matte ausgetauscht werden?
Für den Wechselrhythmus der Matte spielen natürlich Faktoren wie Kundenverkehr oder auch die Platzierung eine wesentliche Rolle. Praktisch ist hier eine Probelegung, wie die DBL sie bietet. So kann man gut testen, ob ein Wechselintervall von einer Woche, 14 Tagen oder einem Monat sinnvoll ist – und was die Matte leistet. Einfluss hat hier natürlich auch die Jahreszeit. Matsch, Regen, Schnee sind eine größere Herausforderung. So bevorzugen manche Betriebe in den Sommermonaten einen 28-tägigen Wechsel und stellen im Winter auf ein wöchentliches Intervall um. Einige unserer Kunden legen speziell im Winter aus Hygiene- und Sicherheitsgründen Matten aus. Auch das ist möglich. Hauptsache, der ordentliche Eindruck stimmt.

Christoph Henkes

Christoph Henkes